Ein historischer Meilenstein für die Sicherheit im südlichen Burgenland: Die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus am Klausenbach hat ihr neues, modernes Feuerwehrhaus offiziell eröffnet und einweihen lassen.
Mehr als 300 Kameraden aus der Umgebung sowie die zahlreich erschienene Ortsbevölkerung wollten sich die feierliche Eröffnung nicht entgehen lassen. Nach dem Baubeginn im Oktober 2024 konnte das zukunftsweisende Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von 2,4 Millionen Euro nun erfolgreich fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben werden.
Im Rahmen des feierlichen Festaktes blickte Kommandant HBI Andreas Valda stolz auf die intensive Bauphase zurück. Er betonte, dass der Neubau eine unentbehrliche Investition in den Schutz der Bevölkerung darstellt. Besonders das verheerende Schneechaos im Februar vor dem Baubeginn habe die Wichtigkeit einer modernen, krisensicheren Einsatzzentrale im Ort eindringlich unter Beweis gestellt. Das neue Haus sichert die schnelle Einsatzbereitschaft der Wehr auch unter extremen Wetterbedingungen und verfügt zudem über eine umfassende Notstromversorgung für den Blackout-Fall.
Bürgermeisterin Monika Pock ging in ihrer emotionalen Ansprache offen auf die großen Hürden im Vorfeld ein. Sie betonte, wie schwer und steinig der Weg der Finanzierung für ein solches 2,4-Millionen-Euro-Projekt für eine Gemeinde dieser Größe war. Nur durch gegenseitige Wertschätzung und die eiserne Disziplin aller Beteiligten sowie die großzügigen Förderungen des Landes Burgenland konnte das Projekt schlussendlich auf gesunde Beine gestellt werden. Das fertige Einsatzzentrum sei nun das beste Beispiel dafür, was man mit vereinten Kräften erreichen kann.
Kommandant Valda sprach dem Land Burgenland seinen Dank für die umfassende finanzielle und organisatorische Unterstützung aus. Besonders beeindruckend ist auch der Beitrag der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden selbst: Neben finanziellen Eigenmitteln der Feuerwehr in der Höhe von 80.000 Euro leisteten die Mitglieder rund 2.000 Stunden an ehrenamtlicher Eigenleistung direkt auf der Baustelle.
Ökumenische Segnung und hochkarätige Ehrengäste
Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die ökumenische Einweihung und Segnung des neuen Gebäudes. Diese wurde von Dechant Mag. Martin-Ralph Kalu und Pfarrerin Mag. Zuzanna Zavillova gemeinsam vollzogen, um Gottes Segen für das Gebäude und die Mannschaft bei all ihren zukünftigen Einsätzen zu erbitten.
Der Festakt stieß auch auf breites öffentliches Interesse. Landesrat Dr. Leonhard Schneemann war persönlich vor Ort, um die Glückwünsche des Landes zu überbringen. er betonte in seiner Ansprache, dass jeder Euro, den wir in unsere Feuerwehren investieren, eine direkte Investition in die Sicherheit der burgenländischen Bevölkerung ist. Das Land Burgenland hat dieses Vorhaben daher aus voller Überzeugung unterstützt. Moderne Infrastruktur sichert die Schlagkraft im ländlichen Raum.“
Bürgermeisterin Monika Pock in ihrer Ansprache: „Die Finanzierung war eine enorme wirtschaftliche Herausforderung für uns alle. Umso stolzer bin ich heute, dass wir dieses Projekt ohne Abstriche für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger verwirklichen konnten. Das zeigt, wie stark der Zusammenhalt in Neuhaus am Klausenbach ist.“
Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Franz Kropf betonte in seiner Rede, das ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus ist kein Luxus, sondern die Arbeitsgrundlage für den Schutz der Bevölkerung ist. Die Kombination aus modernster Technik und der enormen Eigenleistung der Kameraden setzt hier im Bezirk Jennersdorf Maßstäbe.
Unter den zahlreichen weiteren Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft konnte Kommandant Valda zudem die Landtagsabgeordneten DI Carina Laschober-Luif und Rudolf Smolej begrüßen. Für den feierlichen und stimmungsvollen musikalischen Rahmen der Eröffnung sorgte der Musikverein Neuhaus am Klausenbach unter der Leitung von Kapellmeister Adrian Preininger.
Das neue Feuerwehrhaus setzt zudem ein starkes Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit: Unter dem großen Vorplatz wurde ein 15.000 Liter fassender Regenwassertank installiert. Dieses System sammelt Niederschlagswasser, das künftig für Reinigungsarbeiten und als Löschwasserreserve genutzt wird.
Autor: HBI Martin ERNST












