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Am Samstag,17.10.2026, stand für die Feuerwehren des Stützpunktes Jennersdorf und die Feuerwehr Rudersdorf-Ort eine anspruchsvolle und hochkarätige Ausbildung auf dem Programm.


Es ist ein Szenario, das im Ernstfall keinen Fehler verzeiht.  Auf dem Bahnhofsgelände in Fehring ist am Samstag Schwefelsäure aus einem Kesselwaggon ausgetreten – zum Glück nur simuliert. Rund 30 Einsatzkräfte der Gefahrgut-Stützpunkte der Feuerwehren Jennersdorf und Rudersdorf-Ort nutzten das Übungsobjekt der ÖBB für eine gemeinsame Schadstoffübung unter realistischsten Bedingungen. Die Bilanz nach mehreren Stunden Übung kann sich sehen lassen: Personen gerettet, Leckage dicht, alle Sicherheitsvorgaben eingehalten.

Die angenommene Schadstofflage hatte es in sich: Simuliert wurde der Austritt von gefährlicher Schwefelsäure, im Gefahrgut-Transportsystem gekennzeichnet durch die UN-Nummer 1830. Aufgrund der stark ätzenden Wirkung des Stoffes war höchste Vorsicht geboten. Die erste und wichtigste Aufgabe für die unter schwerem Atemschutz und speziellen Schutzanzügen vorgehenden Trupps war die schnelle Personenrettung aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Nach der erfolgreichen Rettung und Erstversorgung der verletzten Personen konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Stoppen des Stoffaustritts. Unter schwierigen Bedingungen und genauer Einhaltung aller Sicherheitsvorgaben wurde das Abdichten der Leckage am Kesselwaggon erfolgreich durchgespielt.

Möglich wurde die hochkarätige Ausbildung durch die ÖBB. Der Bahnbetreiber stellte den Kesselwaggon als Übungsobjekt zur Verfügung und sperrte den betroffenen Bereich im Bahnhofsgelände für die Dauer der Übung komplett und in enger Abstimmung mit den Einsatzkräften. Übungskoordinator Gerhard Hafner begleitete das Szenario seitens der ÖBB aktiv, sorgte für eine reibungslose Koordination und stand den Trupps als fachlicher Ansprechpartner zur Seite.

„Die ÖBB ist ein verlässlicher Partner der Feuerwehren. Solche Übungen sind nur möglich, wenn Bahn und Einsatzkräfte Hand in Hand arbeiten“, betonte Hafner und verwies auf die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und ÖBB als wesentlichen Baustein für die Sicherheit im Bahnverkehr.

Seitens der Feuerwehr zeigte sich der Bezirksreferent für Schadstoffwesen, HBI Maurice-Rene Weber - als Planungsverantwortlicher maßgeblich für die Vorbereitung verantwortlich - mit dem Ablauf der gesamten Übung sehr zufrieden.

Die Komplexität und Bedeutung dieser bezirksübergreifenden Zusammenarbeit spiegelte sich auch im Besuch hochrangiger Feuerwehrfunktionäre wider. Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Franz Kropf sowie Bezirksfeuerwehrkommandant Jochen Illigasch überzeugten sich vor Ort persönlich vom hohen Ausbildungsstand und der Professionalität der rund 30 Teilnehmenden. Die Funktionäre betonten in ihren abschließenden Worten, wie wichtig derartige realitätsnahe Übungsszenarien für den Ernstfall sind, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stützpunkten und der Bahn perfekt abzustimmen.

Autor: HBI Martin ERNST


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